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Über Kaninchen-Schwestern (Rati, Miri, Flumilumi)

Hallo liebe Leserinnen und Leser, zu diesem Blog ein paar Fotos von meinem Schwesterchen Rattilina, die bei meiner Mami, der Ohmi und meinem Brüderchen Benji lebt. Wir waren etwas knifflig miteinander, und nachdem sie mir mal ein Stückchen Ohr weggebissen hat, wollte ich sie umbringen. Aber jetzt habe ich ihr verziehen. Sie wurde nach ihrer Terrorattacke nämlich mit dem Benji in das Hochbett verpflanzt, damit ich in Ruhe mit meiner Mami leben konnte, was wir auch gemacht haben. Allerdings hat auch meine Mami  mich in meinen letzten Wochen manchmal ein bisschen herumgescheucht, aber nie so gemein wie Rattilina. naja, jetzt sehe ich das alles aus der Ferne von weit oben und habe keine Ohrenschmerzen mehr, deshalb pflege ich hier wie die meisten gestorbenen Kaninchen den weisen Spruch "De viventibus paene nihil nisi bene" (Über die Lebenden fast nur Gutes). Also Rattilina steht heute bei uns im Vordergrund, weil sie im Norden besonders hübsch posiert hat...  

Und zu meinem Schwesterchen Miri wollte ich auch noch etwas Wichtiges sagen: Es ist lieb von euch, dass Miris ausführlicher Bocksgesang jetzt wieder ein paar Klicks mehr hat als mein Zusatzbericht zur Papayapflanze, denn Miri wirkt zwar  vielleicht manchmal etwas angeberisch, aber das ist nur ihr jugendlicher Übermut - sie ist ja schon als sehr junges Kaninchen in den Illysischen Wald berufen worden und war seit ihrem ersten Lebensjahr - quasi genau mit ihrem Geburtstag zwar ein hochbegabtes und springlebendigvergnügtes Supersportkaninchen, aber musste ständig  Stubenarrest einhalten und in Krankenhäusern und Tierarztpraxen herumsitzen, hatte Schmerzen in ihrem Hinterbein und nur ihre Leckerlis und die Ohmi zum Spaßhaben. Und das Wiesen- und Wohnungshoppsen, manchmal aber nicht einmal das ! Weil sie für ihr Leben gern hopppste, war es besonders schwer für sie, dass die Tierärzte ihr Bein nach einer heilbaren Fraktur so zerstörten, dass es schließlich drei Zentimeter kürzer war und ihr Fuß zusätzlich gelähmt und kaputt, das Gelenk auf einer Seite so starr, dass es gleich wieder zerbrach und dann zwar gut verknorpelt, aber so locker, dass sie immer einen Puschelfuß tragen musste, und schließlich ihr Darm bei den OPs angepiekst und angekrebst und zum Schluss wie ihr Fuß tödlich war, weil eine rechthaberische Ärztin alles besser wissen wollte als Miri und Ohmi der xxx Ärztin erst geglaubt hat, bis es zu spät war und die letzte Rettungsmöglichkeit, eine frühmorgens geöffnete Tierarztpraxis, geschlossen hatte und Miri ins Illysium hopste...deshalb ist es nur ganz natürlich, wenn sie jetzt springquietschvergnügt weiter herumhopst, hoppst und geistert, weil sie noch ihr ganzes Leben nachholen muss - und das Wohnungshoppsen war nunmal ihre Lieblingsbeschäftigung und sehr gesund für sie. Natürlich hat mich - aber viel später - das Drama mit in den Illysischen Wald gerissen, denn Ohmi wollte beim ersten Aufscheinen meines Knubbels lieber abwarten, weil auch alle meinten, es sei Speck....und hatte Angst, dass man auch gleich meinen etwas außer Form geratenen Uterus entfernen müsste und ich die OP nicht überlebe - das wäre vielleicht auch so gewesen, da ja auch meine Leber ganz hinüber war....also wieder ein OP Chaos wie bei der Miri.... wahrscheinlich hätte mir eine systematische Diät mit Blumenkohl, Brokkoli, Nüssen, Vitamin C und Papaya geholfen, die ich natürlich nicht freiwillig mitgemacht hätte. Also wäre ich noch interniert worden. Omi hat ja nebenbei versucht, mich per Diät zu retten, wusste aber nicht genau genug, was ich habe.  Deshalb habe ich so Sachen bekommen wie Omega3, Colostrum und Benebac, viele Vitaminchen und AB, außerdem Tabletten gegen Kokzidien, weil die Tierärztin meinte, meine Matschköttel kämen daher....naja, das war wie fast immer falsch und hat meiner Leber nochmal einen kräftigen Stoß versetzt....also wenn ihr mich fragt, ist das tiermedizinische Hineinschauen zu teuer, denn die ÄrztInnen selbst können so wenig mit den Ergebnissen anfangen, dass es sich kaum lohnt....Da hat Ohmi es schon besser als Weniger-Beinerin, weil sie von anderen Weniger-BeinerInnen behandelt wird, die sich damit ganz gut auskennen und super spezialisiert sind, dadurch viel Erfahrung haben und auch wissen, was sie mit den ganzen Bildern und Zahlen, die bei der Ohmi-Beschau herauskommen, anfangen können, also auch wenn nicht immer alles so optimal klappt, im Prinzip zumindest. Während bei uns Kaninchen die Weniger-BeinerInnen ja immer nur denken,  sie wüssten, was gut für uns ist und was wir brauchen und was uns hilft.... manchmal werden dann ganz falsche Modelle als Ideal hingestellt, so z.B das viel zu karge Leben in deutschen Wäldern, wo wir eigentlich längst ausgestorben sind ! Deshalb hütet unsere Ohmi ja auch die letzte Wildkaninchenbaue in unserem Meringer Wald. Jüngst hat sie dort etwas Seltsames beobachtet, sehr gruselig und wahrscheinlich auch gefährlich, meinte sie. Miri und ihre Freundin Helia, die ja schon Erfahrung haben mit abenteuerlichen Reisen, sind bereits unterwegs um die Lage vorsichtig auszukundschaften.... Sie werden dann bald wieder berichten. 

Jetzt muss ich mit Bubi ins Labor zu unseren Saftanalysen....

Liebe Grüße

Flummilina

FlumiLumi 01.10.2019 0 53
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