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* Erste Buchrezensionen * Leserinnenstimmen *

LESERINNENSTIMMEN zu Mira Puschelfuß: Das Kaninhop-Turnier

* Von einer erwachsenen Leserin haben wir einen sehr ausführlichen Lektürebericht erhalten. Ganz herzlichen Dank für diesen schönen und gelungenen Kommentar zu unserem Puschelfuß-Werk. Die Rezensentin Frau Graf trifft die verschiedenen Inhaltsebenen des Buches sehr genau !*

Rezension zum Buch „Das Kaninhop-Turnier“ erzählt von Mira Puschelfuß

Es ist ein Buch für jedes Kind, männlich wie weiblich. Lisa, die „Kaninchenmami“ (1) und Mona, der Kinderhase sowie die Oma des Kaninchenkindes leben zusammen und bilden für rezipierende Kinder das Identifikationsmedium, um Rollen im Lesen oder Hören der Geschichte nachzuvollziehen und einzunehmen, die sie in ihrem Alltag kennen oder noch kennenlernen werden. 

Das „Kaninhop“ aus dem Titel des 156-seitigen Buches ist ein Turniersport, den die Hasenfamilie im Fernseher ansieht und der für ihre Indoor-Aktivitäten das Vorbild darstellt, da sie ziemlich schnell beschließen, so etwas auch selbst zu veranstalten, denn es geht in der Hasenfamilie um körperliche und geistige Aktivität in jeder Form, weshalb auch Mona zum Beispiel ein sogenanntes „Brain-Lab“ zur Weiterentwicklung ihres Gehirnes nutzt.

In der Geschichte spinnen sich zwei Stränge: die real erzählte Geschichte und die „by-the-way“ vermittelten Weisheiten, die die Hasen hin und wieder äußern. So wird zum Beispiel über das Thema des gehetzten Menschen gesprochen, denn Mona als Hase kann nicht verstehen, dass die Menschen immer „irgendetwas machen“ (7) müssen und rätselt über den Antrieb zu solchem Aktionismus.

Lustige Details und genaue Beschreibungen zum Beispiel der Nahrung und des Umfeldes der Hasen regen die Fantasie an, verleiten zu geistigen Ausflügen in bunte Welten der Vorstellung und generieren in den Köpfen jedes Kindes und jedes Erwachsenen fröhliche Erlebnisse.

Gleichzeitig geht es noch um Themen, die Kinder betreffen, wie Schule, Elternverhalten, Medienkonsum und auch mittlerweile die Thematik der Fettleibigkeit, weshalb das Hasenkind den Turniersport nämlich auch betreiben soll.

Insgesamt ist das Buch eine äußerst gelungene Mischung aus Unterhaltung und Erziehung, es nutzt und gefällt ganz im alten Sinne des Horaz und seiner Regeln für gute Poesie. Daher sage ich auch als Erwachsene: ich mag Hasen umso mehr, seit ich das Buch gelesen habe und wurde angeregt, mir meine eigene Lebensweise noch bewusster zu machen und mir die kindliche Fantasie zum Vorbild zu nehmen. Uns „ernsthaften“ Erwachsenen im Räderwerk von Profit, Termin und Pflicht gebricht es enorm an freier Gedankentätigkeit und Fantasie.

Die Rezension wurde uns zugeschickt von S. Graf

Miri 17.12.2018 0 153
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