Klopfer Ansicht

* Nächtliches Treiben * Fliesenlegen mit Hund Hoggi

Huhu, hier beamt Miri :D Mami hat euch ja schon erzählt, dass Artemis die Hände über dem Kopf zusammenschlug, als ich einen Wutanfall hatte und ihre Rehe und Wildhäschen herumgescheucht habe mit wilden Panther-Mir Sprüngen in schwarzer Gestalt wie in Watership Down.....Grund war, dass Mami, die ja doch eher schüchtern ist gegenüber anderen Tieren, über Hoggis erste Nacht im Garten berichten sollte. Ich konnte mich dann auch glücklicherweise durchsetzen, da Artemis nicht weiß, wie sie mich zurückschicken soll, da ich aufgrund meines viel zu lebendigen Temperaments und meiner überschäumenden Energie für die illysischen Wälder nicht geeignet bin. Sie will jetzt bis zum Frühjahr eine Lösung finden. Bis dahin darf ich beamen und überall herumgeistern, wie und wo ich will. Und mich um meinen Hund kümmern, Igel Hubertus Hoggi. Omi hat ihn jetzt endlich in den Hubertus-Saal versetzt, also raus in den Garten, weil es ziemlich warm war und trocken. Davor wollte er aus seinem Badezimmer raus, das Omi etwas unter Wasser und Erde gesetzt hatte, damit er sich nicht zu sehr an trockene Fliesen gewöhnt und weil er gerne auf einem Tablett mit Kunstpfütze und Erde saß. Plötzlich war es dann überall klitschig und zu warm, er dachte, er wäre im Badeurlaub und wollte abnehmen ! Um gut auszusehen ! Also nix Winterschlaf und Fettfuttern. Das fand Omi dann doch nicht gut, und da ich ja da bin draußen und drinnen als Schutzengelchen bzw. römische Hausgeistin innocent "Larin",  hat sie ihn in meine Obhut gegeben. Hoggi sprang dann auch gleich aus seinem Nest und stürzte sich auf die großen Teller mit Ei und Hundefutter, das ihm noch besser schmeckt als das Katzenfutter. Als Omi rausschnupperte, saß er in seinem Papptunnel. Dann hüpfte er wieder ins Bett zurück, und ich habe den neuen Wintergarten inspiziert, den Omi für Mami und die Kleinen aus meinem Gehege gebaut hat. Er ist regensicher, sicht- und windgeschützt mit einem eigenen neuen Bambus. Ganz lang habe ich oben auf der Box gesessen, unsichtbar, und war natürlich traurig, dass ich nicht mehr als knuddeliges Schmuse-Hopp meiner Familie und der Omi dasitze, sondern eben geistig und alles irgendwie mentalesisch überwürzt, die Papayas, die Bambusblätter, die Chrysanthemen usw.

Aber ich habe mich sofort wieder gefangen, als durch den Nachbarzaun ein großer getigerter Schwanz erschien. Da Hoggi in Gefahr war, habe ich mich zu einem ersten Spuk entschlossen und schoß wie ein großer schwarzer Adler in die Luft, schwebte über dem Kater, hob und senkte mich, sodass der Mondschatten auf ihn fiel und seine  Katzenaugen verdunkelte, und das Licht ihm in die Nachtsicht blitze wie ein Stroboskop. Dann erschreckte ich ihn noch mit Adlerschreien "acris, acris", bis er seinen Tigerschwaz einzog und sich windschnell davonmachte. Igelchen Hoggi war aufgewacht und hielt seine spitze kleine Nase aus seinem  Blumenkasten. Schnell nahm ich wieder meine weiche und sanfte Mirigestalt an und flüsterte so ätherisch wie möglich "Hallo Hoggi. Ich bin die Miri, bzw. ihre Seele und dein Schutzgeist. Die Miri kennst du ja, ich war ja häufig an deinem Badezimmerzaun beim Wohnungshoppsen " Hoggi sagte nichts aber machte große Augen und hielt die Nase in die Höhe. Dann schnupperte und nickte er. "Was willst du machen Hoggi ? Sollen wir dein Gehege ein bisschen verschönern ?" Da sagte er plötzlich mit fröhlichem Grinsen "Fliesenlegen !" und hüpfte aus der Box schnell in seinen Tunnel. Ich musste schon den Kopf schütteln über so viel Konventionalismus, also stachelig, bayerisch, kerlig und handwerklich, wie eben so richtig aus dem Ortskern unseres oberbayerischen Dorfs.

Auf jeden Fall warf er dann Papierfliesen aus dem Tunnel und wir haben sie zusammen schön flach entknittert und vor seinem Tunnel einen Weg in sein Häuschen gepflastert. Das hat einige Stunden gedauert und viel Spaß gemacht, Hoggi hob immer wieder die Nase in die Luft , schnüffelte und grinste freundlich und ich schwebte oder hüpfte um ihn herum. Schließlich wurde er müde und ließ einfach sein Näschen mi einem Stück Papier darin im Tunnel auf den Boden sinken. Ich war auch irgendwie müde, Artemis meinte nämlich auch, die Energie von Wesen wie mir wäre zwar nicht mehr in Joule messbar, aber es gäbe sie und sie könne auch mal anders verteilt sein als sonst, also mal weniger mal mehr und ich war wie Hoggi im Zustand weniger. Ich hab mich dann einfach auf dem Podestsofa im Wintergarten ausgestreckt und eine Art Schläfchen gemacht. Um sechs Uhr morgens hat Artemis mir ein paar Lichtstrahlen  geschickt, dass ich Hoggi wecken soll, damit er frühstückt, weil Omi ihn sonst wieder ins Haus holen müsste, wenn er nicht genug futtert. Klar habe ich das sofort gemacht und Hoggi lächelte freundlich und froh , als er sich mit Geleit von mir als seinem guten Hausgeist über den frisch terrassierten Weg vom Tunnel in den Hubertus-Saal begab zum Frühstücken. Er verschlang eifrig riesige Portionen Hundefutter und ein Omelett aus zwei Eiern, schlürfte seine Milch, warf mir noch einen Kuss zu mit seiner langen spitzen Nase und  hüpfte behend in sein Bettchen. Ich warf ihm auch eine Kusspfote zu, machte ein paar lustige Häschen-Hoppser und verschwand durch die Luft , winkte im Flug meiner Mami zu, der Omi und den Kleinen und huschte zurück in den illysischen Wald.

MiraMiracula 03.11.2017 0 535
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