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Adventina12 * Hoppilina Hoppel Artemis Adventi * Medizinalisch

Hi liebe Hasi-Fans ! 

Wie ihr ja schon wisst, steht dieses Wochenende ganz im Zeichen meiner Mami, Wild- und Sportkaninchen Adventina12, die am 11.6.2020 zu uns Hasiengeln gekommen ist, weil sie genug getan hatte auf der Welt bei den ZweibeinerInnen und wusste, dass Rattilinchen und Benji, ihre beiden Waisenkinder, die nun alleine bei der Ohmi leben, ihren Weg finden werden.

Wir haben bei den Lichthoppsern schon damit angefangen, Fotos vom Jungtier Hoppilina einzustellen, also aus der Zeit vor unserer Geburt, den Jahren 2013 und 2014, als Hoppel ihre ersten Erfahrungen mit unserer Ohmi sammelte, mit dem Meerschweinchen Monsieur Dix zusammenlebte und begann Wohnung und Terrasse für sich zu erobern. Auch ein allererstes Kaninhop-Hindernis stand provozierend bereit.... besser gefielen ihr aber der Zaun zum Nachbargarten und ein Porzellanelefant. 

Mit der Ohmi freundete sie sich in dieser Zeit vorsichtig an, es gab schon richtige Begrüßungen im *Hallo Mami* - Stil, jedoch noch nicht die Leidenschaft, die ab 2015 typisch für die Beziehung der beiden war. 

Weil Ohmi den Punkt in ihren Randbemerkungen zu den Verdiensten Hoppels angesprochen hat, will ich hier noch einmal aufzählen, welche interessanten Sachverhalte wir dem Leben Hoppels entnehmen können, in medizinalischer Sicht: 

1) Hoppilines Leber war in Ordnung. Die wilden Schäden im pathologischen Bild (Leber einseitig schwarz) entstanden auf ihrem letzten Weg, als sie bereits schlief, und postmortal. Die nicht-betroffene Seite der Leber zeigte keine Schäden und eine solide, gesunde Färbung. keine Verfettung.

Auch die Nieren waren befundfrei!

Daraus können wir schließen, dass Hoppels heißgeliebte Cashewkerne und Walnüsse für sie gesund waren !  Wir wagen sogar die These, dass sie wegen ihre östrogensuppressiven Wirkung den Krankheitsverlauf (Gebärmutterkrebs) verlangsamt haben. 

2) Ältere Häschen, z.B. ab sechs Jahren, die ja häufig an versteckten, kleinen Krankheiten leiden, die plötzlich einen schlimmen Verlauf nehmen können, sollten immer vor Kälte und Zugluft geschützt sein, am besten mit Decken und Mänteln. Die üblichen Alterszipperlein wie Erschöpfung, Kreislaufprobleme, Blutdruck, dünnere Fettschicht, dünneres Fell, führen dazu, dass die eigene Temperaturregulation nicht mehr so optimal ist wie bei einem jüngeren Hasi.  Zudem sollte man an Feiertagen ein Antibiotikum bereithalten, um bei den ersten Symptomen sofort Infektionsabwehr betreiben zu können.

3) Verdauungsprobleme können sehr häufig Folge von Umfangsvermehrungen anderer Organe in der Bauchhöhle sein! Lungen/Zwerchfell- und Uterusprobleme können in empfindlicher Relation zur Verdauung stehen. 

Lungenprobleme lassen sich üblicherweise nicht zuverlässig auskultieren (leider), der Uterus ist scheinbar in der Palpation ebensowenig sicher vom Darm unterscheidbar. 

4) EIne eigene kleine Zeitbombe im Kaninchen ist der Appendix, die Blinddarmverlängerung, eine Sackgasse, von der man im Idealfall annimmt, dass nur Inhalte hineingelangen, die klein genug sind, um mit einem Schlag auch wieder hinauszugelangen. Dazu gibt es eine Dissertation über Dünndarmttympanien, die den Zusammenhang zum Appendix beschreibt, aber auch feststellt, dass nur bei einer strengen Heudiät der Appendix in dieser Weise funktioniert. Da werden die meisten Langohren wohl nur heimlich kichern....

Auch Adventi hatte einen (normal) gefüllten Appendix (Mira starb an dessen Überlastung und Bruch), in dem sich nicht nur unstrukturierte, leicht bewegliche Nahrung befand, sondern gerade stark strukturierter ' Brei' - z.B. noch Fasern von einem Kohlrabiblatt und andere halbverdaute Inhalte. Der Appendix war nicht entzündet und der Inhalt nicht an sich schädlich. Sie litt aber an verringerter Darmmotilität, vielleicht auch aufgrund von Unterleibsschmerzen oder einer toxischen Lage durch ihren Tumor. 

Wir würden empfehlen, diesen Appendix daraufhin zu untersuchen, wissenschaftlich, ob er entfernt werden kann - wie der Appendix beim Menschen. Der eigentlich konstruktive und wichtige Blinddarm des Kaninchens ist ja viel größer und wird von dem Appendix nur unglücklich abgeschlossen. Vielleicht ist er eine Sättigungsgrenze?  Der mit Fasern und schweren Inhalten gefüllte Appendix liegt auf jeden Fall wie ein verschlucktes Gummischwert im Bauch eines Kaninchens und beschränkte die Motilität der Verdauung - auch das könnte natürlich der Sinn dieses seltsamen kleinen Organs sein...

Die Untersuchung, ob er bei einer ohnehin aus anderen Gründen verringerten Darmmotilität entfernt werden kann, lohnt sich dennoch. Sehr häufig ist eine Appendix-Überladung mit oder ohne Darmriss Ursache für eine tödliche 'Verdauungsstörung'. 

5) Ein wichtiges Krebssymptom ist womöglich eine Anämie, bei der die Anzahl und vor allem die Größe der Zellen gering ist, im Vergleich zur Menge des Hämoglobins, das diese geladen haben (makrozytäre Anämie). Eine solche Anämie nennt man auch Tumoranämie, wenn sie Krebs signalisiert. Krebs ist zwar nur eine Ursache, aber eine mögliche.

6) Die EC-Titer müssen strenger auf die Differentialdiagnose Krebs geprüft werden. Das Hochziehen der oberen Lippe ist ein reversibler Gestus, eine Art "Hä? Was soll das denn?". Bei Adventi und ihren Kinder sah und sieht man diese Mimik oft, aber nicht zwanghaft kontinuierlich. 

Alle drei gestorbenen aus der Familie waren EC symptomfrei auch in extremen Stresssituationen, Hoppel war positiv, hätte es also natürlich übertragen. Eine weitere Differentialdiagnose ist echte Escheria Coli (Darminfektion).

Da Krebs der Weichteile, also insbesondere des Uterus, im Röntgenbild nur schwer zu erkennen ist und eine Kastration mit erheblichen Risiken verbunden ist, ist es umso wichtiger, andere Diagnoseinstrumente zu nutzen. Es müsste im Prinzip auch möglich sein, eine Biopsie von Eierstockzysten vorzunehmen. 

Da Hoppel Zeit ihres Lebens, definitiv auch noch im Endstadium ihrer Erkrankung, fit und vergnügt war - eine kurzfristige Abmagerung resultierte vor allem aus einem etwas zu lang gewordenem Backenzahn, nach dessen Kürzung rennmümmelte sie wieder, wie hier noch bekanntgegeben - Ende Mai! - finden wir es noch immer vernünftig, nicht einfach auf gut Glück zu kastrieren. Allerdings wären die Fehlschläge bei den Deckversuchen ein Grund gewesen. Aufgrund der Einschätzung der TA, der auch eine kritische Röntgenaufnahme bekannt war (Fötus oder Zyste/Tumor war offen) haben wir das allerdings nicht als erforderlich betrachtet. Es wird nämlich auch Cashewkernen nachgesagt, dass sie die Empfängnisbereitschaft einschränken. 

Fazit: Es braucht mehr Wissen über Krebs der Häsinnen ! Wie bei den Menschen, leiden auch die Weibchen mit ihren kostbaren Fett-, Bindesgewebs- und Weichteilen besonders unter Umweltbelastungen. 

7) Rothaarige Kaninchen sind sensibler gegenüber Strahlenexposition. Ihre spezifischen Pigmente wandeln zwar Strahlenenergie besonders schnell in Wärme um, daher ist die Haut aber eventuell nicht für mehr als notwendige Strahlenbelastung (primär Sonne, aber eben auch andere Formen von Radioaktivität) geschaffen.  Es ist insofern kein Zufall, dass Flummiline und Hoppel vor den wildgrauen Kaninchen Rattilina und Benji an Erkrankungen starben, die durch entsprechende Belastungen bedingt waren.

Soviel vorerst zum Medizinalischen ! 

Ihr könnt jetzt also beruhigt eure Cashewkerne, Walnüsse, Papayawürfel und Apfelchips essen - achtet eben vielleicht darauf, wenn ihr kleine Miris seid, dass nicht zuviel Teppich oder Schaumstoff zwischen euren Zähnen landet. Aber für Leckerlis aus dem Nahrungsmittelbereich gilt: Was so glücklich macht, kann nicht ungesund sein!

LOVE

Eure Miri

 

 

 

 

Miri 20.06.2020 0 201
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