Klopfer Ansicht

Gesang der Miri-Elchin

Hallo ihr lieben LeserInnen,

endlich mal wieder ein bisschen Zeit für etwas anderes als unser Puschelfuß-Buch ! Natürlich ist es ein tolles Buch, das möglichst viele möglichst schnell entdecken sollen, damit sie es sich zu Weihnachten schenken können und es unter dem Weihnachtsbaum oder schon zum Nikolaus aus dem süßen Geschenkpapier wickeln oder herausnagen.... und dann gemeinsam anschauen und vorlesen. Wer meine Blogs seit November 2017 gelesen hat, weiß ja, dass ich seitdem zumindest vorübergehend im Illysischen Wald wohne, bei Artemis und vielen anderen Kaninchen aus allen Welten und Zeiten, mit meiner Freundin Helia, die ich dort kennengelernt habe und jetzt auch mit....ja ! mit Dingelidoyn, meinem walisischen Freund, ein verwegenes Wildkaninchen, der, wie er mir hier gestanden hat, aus Liebe zu mir versuchte, mit den Menschen seines Heimatortes anzubändeln, um mit ihnen nach Bayern zu fahren, wo ich als Miri-Engel mit besonderer Aufenthaltserlaubnis im Irdischen, meine Familie am Lechufer beim Wiesenhoppsen besuchte....danach ist dann einiges dummgelaufen, wie man so sagt, und naja, jüngst in diesem Herbst, als meine Mami Hoppilina Artemis Adventi, ebenfalls Ex-Wildkaninchen, bei der alles etwas besser lief, mich nochmal zur Welt bringen sollte, mit einem Schwung weiterer quirliger Jungtiere, war ich komplett im Liebesbann, da Dingelidoyn hier ankam, stinksauer auf die Zweibeiner, die versucht hatten, ihn in einem winzigen Drahtverhau einzusperren, und komplett erschöpft, weil er natürlich nur gegen die Wände gesprungen war und den Draht zerbissen und zerhauen hatte....dann noch einmal wild um sich gebissen und aus war es mit dem Vergesellschaftungsversuch mit Zweibeinern! Leider ist er dann ohne sich umzuschauen geflohen, und da er als Wald- und Ruinenbewohner diese Wohngebiete mit ihren Straßen und Verkehrsschildern und Ampeln und Autos nicht richtig kannte, hat es ihn erwischt. Bumm und schwupps, lag er in meinen Armen, teilweise nur noch Lichtgestalt, ich komplett erschüttert, habe seine Nase ordentlich abgeschleckt, bis er seine Augen wieder aufschlug, da kamen auch schon die weisen Häsinnen angehüpft um ihn in den geheimen Wiederherstellungssaal zu bringen. Dort erhalten alle gerade gestorbenen Kaninchen ihre Lieblingsgestalt, die sie dann hier im Illysischen Wald haben, sofern sie sich nicht gemäß der Verwandlungslehre, die hier ja auch in Kursen angeboten wird, in andere Gestalten begeben. Helia und ich sind natürlich leise, still und heimlich zu den Bauewänden geschlichen, wo die Rekonstruktion stattfand. Die meisten Rammler versuchen nämlich, die Situation schamlos auszunutzen und fordern dann noch mal einen extra Pack Schultermuskulatur, dreimal so lange Beine wie sie in ihrem irdischen Leben hatten, stärkere Zähne, längere Ohren, noch mehr Manneskraft usw.... Dingelidyyn war absolut keine Ausnahme. Die weisen Häsinnen schüttelten natürlich nur den Kopf über seine Erläuterungen, wie er noch lebendig ausgesehen hätte. Helia und ich konnten uns vor Lachen auch kaum an der Wand halten ! "Du warst aber nunmal kein Hase, Dingelidoyn !" "Doch, selbstverständlich. In unserer Familie waren immer wieder Hasen und Häsinnen aktiv. Weil auch die Wildkaninchen in unserer Verwandtschaft so langbeinig, schnell und ausdauernd waren, dass die Hasen der Vergesellschaftung nicht widerstehen konnten!" "Wir machen schon kein Käfighäschen aus dir, Dingelidoyn. Aber denk mal, die Anfangsbeschleunigung bei Kaninchen ist doch viel höher als bei Hasen. Willst du denn wirklich deine Freunde hier enttäuschen,  wenn du auf 50 Meter viel langsamer bist als z.B. die süße kleine Miri ? " Oh ! Schaute ich Helia an. Was redeten diese angeblich weisen Häsinnen denn da von mir ? Dingelidoyn schaute betrübt und verlegen. "Na schau", triumphierten die weisen Häsinnen gemein, "wir sehen zu, dass wir dich genauso blitzflink machen wie das Mirchen". Meine Nase wurde ganz heiß vor Aufregung. Nicht dass sie meinen Dingelidoyn zu so einem Dreikäsehoch vermasselten ! Sollte ich nicht vielleicht doch einfach in den Saal stürzen und ihnen sagen, dass er schon im irdischen Leben wild und uneinholbar schnell und geschickt gewesen war, vor allem mit gewitztem Verstand, wie sich bei unserem Abenteuer in der Krypta gezeigt hatte, ein richtiger hasenartiger Wildkaninchenheld eben, kein kuscheliger Faulpelz wie die meisten Kaninchenmänner, die im Illysischen Wald landeten! Oh, oh, oh.... auch Helia schaute besorgt.  Da sagte er etwas sehr Gewagtes, das ich ihm aber aufgrund der schwierigen Situation verzieh: "Ich war schneller als Miri". Oh....die weisen Häsinnen staunten. Aber nicht nur über diese Behauptung: "Du kanntest sie also wirklich?!" Ja genau", antwortete Dingelidoyn ihnen mit fester Stimme. "Wir sind ein Paar". Houps ! Meine Augen wurden ganz riesengroß und füllten sich mit Liebestropfen, die Fibrillen surrten um die vibrierende Nase und meine schönen langen Ohren glühten. Die weisen Häsinnen schmunzelten gerührt und begannen zu tuscheln. Helia schaute mich großäugig an. Ich schaute ebenso großäugig zurück. Was kam jetzt ? "Nun, Dingelidoyn",  hob eine der weisen Häsinnen an, "dann holen wir Miri jetzt, damit sie uns bei deiner Rekonstruktion behilflich ist, wenn du einverstanden bist." Mir klappte das Mäulchen auf - ich sah also ungefähr so aus wie auf meinem neuesten Adventsblümchen, mit offenem Mund, nur nicht, um jemandem die Zunge rauszustrecken, wie im Bild mit den Elch-Öhrchen. Sondern einfach so, vor Überraschung. Dann ging der Weidenzaun zum geheimen Rekonstruktionssaal auf und ich wurde hereingebeten. "Haben wir uns schon gedacht, dass ihr beiden hier herumsteht", sagte die Häsin weise zu mir und Helia. "Du muss aber weiter durch den Mauerspalt schauen. Ein paar Regeln müssen wir schon einhalten", wurde Helia an der Weidentür zurückgewiesen. Das war ja nicht so schlimm. Ich hoppelte zu meinem DIngelidoyn und tauschte Liebesschlecker mit ihm aus. "Also Miri, dann erzähl mal. Wie sah er aus?". "Also wunderschön natürlich, ein richtiger Held, der schnellste Kaninchenmann der Welt, groß wie ein Hase, und so geschickt!" "War er auch hübsch, oder die Nase eher bucklig wie bei einem Elchen? Dürr oder wohlgeformt?" Dingelidoyn meinte "Dürr", aber da ich sofort "wohlgeformt" sagte, machten sie ihn etwas rundlicher. .... also so sieht mein Liebster jetzt fast aus wie eine Mischung aus mir und einem Feldhasen, meint Helia, die ihm das natürlich nur sagt, um ihn zu necken, damit er hinter ihr her läuft... naja, so sind die besten Freundinnen. Da sie ja zum Glück einen eigenen Lieblingshasen hat, basteln wir im Moment alle hier an den Weihnachtsdekorationen und den Adventskostümchen und machen ein paar Scherze damit. Also zurück zum Punkt:  Dingelidoyn kam im Herbst hier an, als ich mich eigentlich zurückverwandeln sollte in ein Baby meiner Mami Hoppilina, deshalb ja schon den Riesenschmöker Avalon gelesen hatte, aber  da DIngelidoyn erstmal wichtiger war als das irdische  Leben, habe ich den richtigen Zeitpunkt verpasst. Und Mami meinte, dass ihr im Moment ohnehin die Folsäure fehlt, um ein richtiges Mirchen zur Welt zu bringen, deshalb warte ich jetzt noch bis zum Frühjahr. Dingelidoyn kommt dann vielleicht als mein Brüderchen mit.

Und zum irdischen Leben: Bei den Meringer Hoppinen und Hopponen gab es ein ausgiebiges Wiesen-Lauftraining, schönwetterbedingt. Davon findet ihr hier Feldfeger,z.B. diesen wunderbaren Wiesensprint meiner Mami, bei dem ihr das Geschirr über die Schulter rutscht: Hoppilina Wiesensprint

Außerdem haben wir Rattilinas tollen Elitesprung endlich hingebastelt. Mit Klick hier zum Feldfeger

Von allen gibt es * hier * auch süße Fotos auf der Wiese

Und schließlich noch zwei Feldfeger von mir, darunter eine Ausgrabung aus dem Jahr 2017, ein abendliches Wohnungshoppsen, das euch veranschaulicht, wie ein quietschvergnügtes Kaninchen sich in seiner Wohnung bewegt: Mit Klick zum quietschvergnügten Wohnungshoppsen 3,8 beinig (also nach meinen OPs)

Damit Puschelfuß-LeserInnen sich ein Bild von mir, der Miri, machen können, als Ko-Autorin hinter dem Pseudonym Mira Puschelfuß, nachdem ich quasi als Engel auf der Schulter meiner Omi durch die Frankfurter Buchmesse gehoppelt bin und wir gemeinsam feststellten, dass es noch kein Buch gibt, in dem ein Wohnungskaninchen eine spannende Geschichte zusammen mit einer ZweibeinerIn erlebt, haben wir dann auf der Rückfahrt überlegt, wie wir das Buch gestalten, und ich habe hier im Illysischen Wald ja ganze Zeichensäale mit Kaninchen zusammengetrommelt, damit wir mit den vielen unterschiedlichen Layern zurechtkommen beim Illustrieren und jedes Kaninchen sich in dem Buch ein bisschen wiederfindet. Also deshalb noch ein paar ältere Fotos von mir und die Elchmütze auf meinem Miriköpfchen, obwohl auch meine Geschiwsterchen und natürlich insbesondere meine wunderschöne Mami die Elchmütze verdient hätten, meint Omi (wohl zurecht).

Und jetzt noch einen schönen gemütlichen Adventsabend 

LOVE

eure Miri

Miri 12 Nächte vorher 0 49
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