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Miri Medizinalisch: Flummels wahre Gestalt

undecidedembarassed Hallo liebe LeserInnen,

das Flummelchen hat sich hier bei mir bzw. bei Artemis im Illysischen Wald schon ganz gut eingelebt, Details - zum Teil natürlich wie immer sehr lustig - erzähle ich euch später. Aktuell bereitet sich Flummel auf ihren Termin bei den Weisen Häsinnen vor, wo, wie ihr ja wisst, die Seelen der gestorbenen Kaninchen ihren Körper gewissermaßen zurückerhalten, in der von ihnen als ideal empfundenen Form ! Nur darf man nicht zu sehr übertreiben...ihr kennt ja die Geschichte von meinem Freund Dingelidoyn, der so angegeben hat, wie toll und athletisch er gewesen wäre, als lebendiges Kaninchen, dass die Weisen Häsinnen mich hinzugezogen haben, damit ich seine Behauptungen bestätige oder etwas abschwäche, wenn er zu sehr übertreibt. Naja ich habe die Gelegenheit natürlich genutzt, um mir meinen Traumhasen zu verschaffen, ihr kennt mich ja, euer unschuldig-genusssüchtiges, immer quietschvergnügtes Mirchen.

Naja, also Flummel möchte natürlich genau das vermeiden. Deshalb drängt sie Omi über von mir vermittelte Depeschen-Beams, die genauen Hintergründe von Flummels Erkrankung zu erforschen und ihr zu beamen. Einen Teil hat sie schon und jetzt sitzt sie hier in der Illysischen Bibliothek um alles genau anzusehen und zu überprüfen und auswendig zu lernen für einen Vortrag vor den Weisen Häsinnen. Unsere Flummel ist ja immer die Schlaueste gewesen, sie meint, die Unmengen Lecithin hätten nicht nur die Einkapselung von wuchernden Fettzellen befördert sondern ihr auch Unmengen Gehirnmasse gewährt, die sie jetzt auf jeden Fall auch wiederhaben möchte. Sie hat sich sogar schon einen kleinen Schreibtisch reserviert und dort einen sogenannten Pfotenapparat mit Literatur zur Illysischen Allgemeinbildung zusammengestellt. Ungefähr zwölf dicke Bücher und dann noch ein mit Daten vollgepacktes Notebook allein für Flummel ! Sie hat schon angekündigt, dass sie bei dem großen Abenteuer *Die gestohlene Sehne* eine führende Rolle in der Analyse- und Strategieabteilung spielen will.  Davor will sie rüber auf die gemütliche Regenbogenwiese zu Hupps Buh und Pummel, um Pummels Satellitensystem kennenzulernen. Also Flummel wie eh und je ! Wenn das mal kein Eifersuchtsdrama gibt um Pummel herum.... also entsprechend hab ich nur brav meinem kleinen Schwesterchen Omis Rechercheergebnisse zugestellt und ihr einen Nasenschleck gegeben, aber bei den weisen Frauen gehe ich nicht mit rein, damit ich bloß nichts Falsches sag und sie dann den Rest ihres Nachlebens lang sauer auf mich ist.

Soviel kann ich euch von Omis Zwischenergebnissen bzgl. des Flummels schon verraten: 

1. Es war inoperabel. Flummel hatte nicht nur einen Riesentumor vorne in der Wamme, der plötzlich, innerhalb der letzten zwei Wochen, bösartig wurde und anfing zu streuen. Sie hatte auch ein Riesen-Liposarkom im  Retroperitoneum, also im Bauchbereich, wo Magen, Darm usw. sich eigentlich tummeln. Das fiese Ding war wohl ziemlich neu und sehr bösartig, gibbelnde Masse, von feinen Äderchen durchzogen, und streute überall Lipome aus - neben dem Harnleiter, auf Oberschenkelhöhe, auf der Gebärmutter. In der Wamme hatte sie nicht mehr nur eine Geschwulst, sondern gleich sieben weitere, kleine. Die große Kugel war monatelang ganz ruhig gewesen und unscheinbar, außerdem schmerzfrei. Die neuen Kugeln waren noch näher am Hals, Speiseröhre und Luftröhre, sodass Flummel kaum noch essen konnte und nicht mehr richtig kauen. Omi fand entsprechend ein noch fast zehn cm langes, halbverdautes Kohlrabiblatt in ihrem Magen - noch jetzt ist ungeklärt, wie Flummel es in ihren Magen saugen konnte. Sie selbst hat sich dazu noch nicht geäußert, ich glaube, sie muss nach der unangenehmen Erfahrung des Sterbens erst ihre Erinnerungen sortieren. 

Ihre Entscheidung, mir, eurer im Oktober 2017 an einer Appendizitis gestorbenen Miri nachzufolgen, traf sie aufgrund des Zustandes ihrer Leber. Da die Liposarkome alle funktionalen Fette für sich in Anspruch nahmen und gleichzeitig die Leber ständig Fette von der hyperaktiven Galle zugeschanzt bekam, war sie vollkommen zerstört, gelb-roter Brösel statt schön dunkelrotes, glattes Fleisch. Flummels Tour ins Illysium verlief deshalb auch ziemlich delirierend. Zum Glück hatte sie große Mengen Schmerzmittel bekommen, denn das Liposarkom auf ihrer Bauchunterseite war schon schmerzhaft. Ich wollte da nicht so genau nachfragen. Solche Schmerzen sind ein furchtbarer Schock. Es ging dann auch zu schnell. um noch zum Tierarzt zu fahren zum sofortigen Übertritt bzw. 'Einschläfern'.

Neben den Liposarkomen hätte man also noch die Leber austauschen müssen. Ihr wisst, dass das bei Menschen schwierig ist und bei Kaninchen komplett unbekannt. Also erst im Illysischen Wald z.B. möglich, wo alles nur in den Köpfen der Liebenden existiert. - somit in den Köpfen eurer Kaninchen-Mamis, den Vierbein-Mamis, oder auch in den Köpfen eurer männlichen oder weiblichen Lieblingskaninchen, oder schließlich natürlich in den Gehirnen eurer ZweibeinerInnen. 

Und das ist nun das Wichtige für das Flummelchen hier bei mir, eurer Miri: 

Sie war spindeldürr ! Die Umfangsvermehrungen des Flummels waren fast sämtlich lipomisch oder liposarkomisch - um es mirisch zu sagen. Sie hatte auch nicht zuviel Nahrung, sondern ganz und gar nichts im Bäuchlein ! Und damit sie endlich unbeschwert futtern kann, ohne dass sich Lipome etc. bilden, will sie natürlich diese jugendlich-hübsche, zarte-schlanke Flummelfigur von den weisen Häsinnen bekommen für sich hier und für ihr gesamtes Nachleben. Weil sie Angst hat, dass die weisen Häsinnen ihr nicht glauben und sie pummelig wiederherstellen, muss sie jetzt alle Ergebnisse zu ihrer Krankheit hier lernen und einen überzeugenden Vortrag basteln....also das meint sie zumindest. Flummel war und ist ja Wettkampfkaninchen, das jede Herausforderung annimmt. Augenzwinkend kann ich euch schon sagen, dass die weisen Häsinnen natürlich nicht zuuuu wissenschaftlich rekonstruieren....also eine Handvoll Speck würden sie auch ohne Diskussion weglassen.....aber Flummel will wahrscheinlich absolut wahrheitsgetreu wiederhergestellt werden, nur eben komplett ohne die pathologischen (krankheitsbedingten) Knubbel, und dann ganz begeistert Komplimente entgegennehmen, wie dünn sie wäre und wie zierlich und possierlich....wo sie so süße kleine Ohren hatte und dann wieder haben wird und ihre kuscheligen Kugeläuglein..

Also soweit zu uns und bald mehr

LOVE 

Eure Miri, mit ersten Grüßen vom Flummel

 

p.s.: Ich habe für Flummel-Fans schon mal die letzten Wiesenbilder eingestellt, bald noch mehr über unsere kleine Heldin, die durch ihre schwere Krankheit nun im Kaninchenhimmel gelandet ist....   

In meinem Album "Alle Lichthoppser zum Blog" (Album 2): 

H I E R  K L I C K E N

 

 

 

 

Miri 24.05.2019 2 228
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  •  Miri: 
     
    Die pathologischen Recherchen wurden gestern weitgehend abgeschlossen, bis auf die histologischen Untersuchungen. Flummels leibliche Überreste wurden feierlich eingeäschert. Heute hält sie ihren Vortrag vor den weisen Häsinnen im Illysischen Wald, dann gibt es eine Trauerfeier mit ihrer irdischen Familie und eine Willkommensparty hier bei uns im Illysischen Wald. Danach schicken wir euch dann eben schnell noch einen kleinen Bericht und bald Genaueres. Eure Miri *
     
     27.05.2019 
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  •  Miri: 
     
    Vergleichbare tiermedizinische Berichte lassen uns vermuten, dass Flummel auch ein Thymom hatte bzw. sich dies in den letzten Tagen entwickelte und ihre Appetitlosigkeit zur Folge hatte. Die Path muss den Sachverhalt noch bestätigen.
     
     26.05.2019 
    0 Punkte
     
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