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Miri medizinalisch: Mami wieder gesund !

Hoppel geht es schon wieder VIEL, VIEL BESSER und sie produziert SUPERSPITZENMEGA KÖTTEL !!!

Wir berichten euch deshalb hier genau, wie ich, die Miri, und meine Ohmi auf Wunsch und mit Zustimmung von Hoppel vorgegangen sind um ihr zu helfen. Wir sind zwar keine VeterinärmedizinerInnen, aber haben jetzt schon einige Erfahrung, auch mit der Wirkungslosigkeit der tierärztlichen Ratschläge. Wir berichten euch einfach, was wir gemacht haben, aus unseren Fehlern gelernt haben und warum! 

laughingkissinnocent

Gesten Nachmittag war unsere Mama-Häsin *Hoppilina* Artemis Adventi (Turniername Adventina12, S-Springerin) plötzlich schrecklich krank, wie schon berichtet. 

Weil im Internet viel Mist zu den Symptomen steht, wir nun aber mit diesem neuen und meinem früheren Magen-Darm-Schmerz-Fall vergleichbare Situationen beobachten konnten, führen wir auf, was wir gesehen haben:

Hoppels Symptome:

- Sitzenbleiben in der Toiletteneinstreu (Daraus lässt sich zuverlässig schließen, dass die Köttelaufgaben nicht in angemessener Zeit abgearbeitet werden können, aber hoher Druck im Darmtrakt vorliegt

- Weder entspanntes Liegen, noch klare Löwenposition, noch aufmerksame Sitzhaltung - stattdessen Sitzen mit leicht angehobenem Hinterteil

- Zwar noch kein Knirschen, aber Kaubewegungen wie beim Verschlucken von Luft - das kann de facto ein Signal für Aufstoßen durch eine Überspannung des Magens, oder das Bedürfnis verdeutlichen, durch Schluckbewegungen den Mageninhalt zu bereichern und zu verdichten, also nach unten zu drücken  -> ein Signal, dass die Aufgasung des Magens auf das Zwerchfell drückt. 

- harter Magen - bei Mami war er noch klein, aber übermäßig fest

- sehr kleine, schwarze, feste Köttelchen -> Signal für mangelhafte Nahrungsaufnahme und gestörtes Processing im Magendarmtrakt

- plötzliches Stehenbleiben und Hinsetzen (löwenartig), dauerhaftes Verharren in der liegenden Position mit aufrechtem Kopf trotz ungewöhnlichem Standort (Hoppel sitzt z.B. normalerweise an der offenen Terrassentür, diesmal lag sie halb)

 

Tests:

Kann das Kaninchen noch kauen?

Bei starken Zahnschmerzen lassen Kaninchen die Nahrung aus dem Mund fallen. Kaninchen mit Bauchweh im Anfangsstadium suchen nach Essbarem, das die Verdauung fördert und nicht zu anstrengend zu verdauen ist. Ideal sind Brokkoli. (Der Brokkoli-Test war bei Hoppel positiv)

Durch leichten Druck auf den Unterkiefer oder seitlichen Druck auf die Zahnreihen kann man ungefähr einschätzen, ob starke Zahnschmerzen die Ursache sind.

Ebenso gibt Druck auf punktuelle Stellen des Magens und des Darms Aufschluss darauf, ob die Patientin/der Patient so starke Schmerzen hat, dass eine Massagebehandlung nicht mehr möglich ist. Daher die Schmerzreaktion vorsichtig (!) vor der Gabe von Metacam testen. Reagiert das Kaninchen sehr stark, müsst ihr möglichst sofort zum Notarzt - der Darm kann bei starker Verstopfung auch einreißen und sich entzünden, auch ein verschluckter Fremdkörper kann die Schmerzen erzeugen und Magen-  oder Darmhaut gefährden.

Dann helfen nur starke Antibiotika, Infusionen, Ruhigstellung und OP, am besten sofort! Etwas Metacam (Menge merken, z.B. 0,3 ml , Lefax, Benebac-Gel und Öl vor dem Transport verabreichen, beim Transport darauf achten, dass die Patientin/der Patient sehr ruhig liegt)

Lasst euch beim Tierarzt nicht mit den Hausmittelchen abspeisen, wie es damals der Ohmi und mir passiert ist (obwohl ich beim Fiebermessen laut geschrien habe - das war eine ganz widerliche Kaninchenhasserin im Klinik-Notdienst, die auch alle Symptome nur im gemeinen Pferdejargon aufgeschrieben hat. Pferde sind ja ganz nett und Ohmi reitet auch gern, wie alle Land-Ohmis, aber wir, die Kaninchen, sind stubenreine MitbewohnerInnen der Lebensgemeinschaft, also noch viel mehr wie Mitmenschen. Nur weil wir kleiner sind - vielleicht hielt die Ärztin mich auch für 'billig' - dabei hatte Ohmi schon mehrere Tausend Euro in mein Hinterbein investiert! - Weil ich so ein Superhase war. Also lasst euch bloß nicht von den angeberischen TAs veräppeln. Bei starken Schmerzen muss sofort geröntgt und am besten auch sofort operiert werden. Am besten vorher anrufen, ob dafür Zeit ist, und dann lieber eine längere Strecke fahren als zu einem eingebildeten Dummkopf+MörderIn).

Wenn ihr im Notdienst niemanden findet, der röntgen kann und gegebenenfalls operieren, wartet lieber bis zum nächsten Morgen - Hasen ruhigstellen und in der Apotheke Novalgin besorgen (ist nicht rezeptpflichtig!) und Lefax, eventuell irgendwo in einer nachts geöffneten Tankstelle noch ein Joghurt, wenn ihr kein Benebac dahabt. Vom Joghurt nur einen winzigen Stips und immer mit einem Teelöffelchen Öl. Benebac darf man etwas mehr geben. Eine große Erbse (eine kleine Tube) auf 24 Stunden verteilt im Krisenfall. Sehr gut für den Säureausgleich sind auch ein paar Tropfen Granatapfelsaft. Damit verhindert ihr, dass Magen und Darm zu basisch werden und helft sanft bei der Auflösung unverdaulicher Inhalte.

Unabhängig vom PH-Wert des Darms ist aber bei Verstopfung die Rutschhilfe wichtiger als die Säuerung. Bei Züchtern, deren Kaninchen häufig Haare futtern aus Langeweile, gilt die Regel, dass man mit Apfelessig-Tropfen dem Verstopfungsproblem beikommen könnte. Das übersieht jedoch, dass der PH-Wert des Magens ganz anders ist als der des Darms. Der Magen ist stark säurehaltig, während der Darm regulär eher basisch ist. Eine Säurekonzentration, die den Haarballen schnell auflösen würde, ist aber sowohl für die Magenschleimhaut als auch insbesondere für die Darmschleimhaut extrem gefährlich. Das bringt also als Rettungsmittel nichts, sondern höchstens als reguläre Verdauungshilfe im Trinkwasser für Tiere, die wenig Frischfutter bekommen.  

Sollte euer Kaninchen noch positiv auf Magendarm-Massagen ansprechen, könnt ihr mit der häuslichen Therapie loslegen:

VIEL Metacam, z.B. 1 ml. Damit sind die Schmerzen schnell weg, euer Kaninchen baut Panik ab und kann sich entspannen. Hoppel bekam einen ganzen Milliliter - normal sind 0,3 - ein Milliliter entspricht einer Spritzenfüllung der beigegebenen Eingabespritze. Es hat keinen Sinn, in einer Krisensituation an Schmerzmitteln zu sparen. Wenn es wirklich nur ein Verdauungsproblem ist, braucht euer Kaninchen das Schmerzmittel nicht zweimal oder dreimal. Dann ist eine große Portion, die zuverlässig auch starke Schmerzen lindert und Stress abbaut, genau der richtige Weg. 

Hoppel entspannte sich jedenfalls sofort. Die Ohmi vermutet, dass die zu sparsame Dosierung von Metacam dazu beiträgt, dass die tierärztlichen Behandlungen von Tympanie häufig nichts bringen. Das handelsübliche Metacam ist eigentlich für leichte bis mittlere Schmerzen gedacht!. Denkt an starke Zahnschmerzen. So müsst ihr dosieren. 

Wenn ihr sicher genug seid, dass kein Riss im Darm vorliegt, euer Kaninchen also vielleicht noch geköttelt hat: 0,3 bis 0,5 ml Gistocal. Das Mittel (medpets) reaktiviert einen müden Darm, hilft also sehr gut, um die Verdauung zu beschleunigen.

Mindestens 0,3 Milliliter Lefax - am besten alle sechs, neun oder zwölf Stunden oder noch häufiger wiederholen (je nachdem, wie viel ihr jeweils verabreicht - nach der Gabe massieren, bis ihr Magendarmgeräusche hören könnt oder solange euer Kaninchen massiert werden will - Hoppel schnurrt, wenn es ihr super gefällt, und fängt an die Hand abzulecken, wenn sie meint, es reicht, sie bedankt sich dann quasi - wie eben ein superliebes, höfliches Kaninchen)

Ebensoviel leichtes Öl (bei uns gibt es z.B. Skin & Shine, eine Nussöl-Komposition, die auch auf Pellets gehört)

Dann massieren, massieren, massieren. Die Patientin/Der Patient muss warm liegen, Hoppel legt sich immer auf einen Oberschenkel ´und lässt sich so von Ohmi Schulter, Nacken und Bauch warm streichelnd und kneten. Wenn das Kaninchen schnurrt  und richtig entspannt ist & die Ohren wieder warm bis heiß sind, könnt ihr vorsichtig die Freigabe versuchen. Wenn es problemlos hoppelt, ohne plötzlich stehenzubleiben, ist Aufatmen angesagt. Lasst das Hasi aber nicht zuviel herumhoppeln und bleibt noch mindestens dreimal acht Stunden vorsichtig. 

Es kann sein, dass doch noch ein Riss entsteht und sich die Verletzung erst im Laufe der nächsten Tage entzündet (so war es bei mir! Der Riss wurde von der TA aber abgestritten (dass überhaupt möglich) und beim Fiebermessen noch größer => musste in den Illysischen Wald! Seitdem Engel). Deshalb geht die Behandlung weiter, auch wenn zwölf Stunden nach der Erstbehandlung schon wieder Köttel erzeugt werden. Das war bei Hoppel der Fall und deshalb sind wir jetzt wieder sehr happy!

-Wie die Behandlung weitergeht: Heute hat sie nochmal Lefax mit Benebac und Öl, sowie Vitamintropfen, Granatapfelsaft und stark verdünntes Colostrum mit etwas Öl bekommen. Für den Nachmittag werden Pellets aufgelöst (auch mit etwas Öl gemischt) Abends gibt es dann nochmal das gesamte Programm von heute Morgen, plus aufgelöste Pellets. Außerdem eine kleine Portion Metacam, damit sie ruhig schlafen kann (0,3 ML).

- Und den ganzen Tag über immer mal wieder Bäuchleinmassagen. 

 

Mindestbehandlung:

- Metacam

- Benebac GEL

- Lefax

- Öl (Nussöl, Sonnenblumenöl o.ähnliches Speiseöl)

- ausgiebige Magendarm-Massage - bereits vor der Gabe von Metacam!

- wenn sicher keine Darmverletzung: Gistocal

 Warmes, weiches und ruhiges Schlafplätzchen zur Verfügung stellen

 

Nach Therapie genaue Ursachenrecherche, z.B. Röntgenbild: Gebärmutterentzündung ? Doch Zähne/Kiefer? Herz? Magengeschwür?  

Bleibt mindestens drei Tage sehr wachsam und aufmerksam gegenüber Verhaltensänderungen. Insbesondere am zweiten Folgetag, wenn ihr kein Metacam mehr gebt, dürfen keine Symptome mehr zu sehen sein. 

Hoppel liegt-sitzt jetzt sehr entspannt der Ohmi gegenüber und schaut ihr mit ihrem Miriengel auf der Schulter beim Blog-Tippen zu. 

Ich flieg dann mal rüber.... bis bald !

LOVE 

Eure Miri

GT Sportreport kommt in ein paar Stunden!

 

 

 

 

Miri 26.04.2020 2 158
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  •  Miri: 
     
    Aktuelles Update: Hoppel ist wohlauf, mit gutem Appetit Brokkoli, Wassermelone und Banane gefrühstückt. Gut gelaunt und aktiv. Es wird weiter vorsichtig zugefüttert und AB mit Benebac-Gel fortgesetzt, plus Massagen. Wahrscheinlich leichte Magendarmverstimmung / - Gastroenteritis /Appendizitis . Als Tipps: Das Benebac-Pulver ist vielleicht nicht schlecht, wenn ein Kaninchen täglich Benebac braucht, aber im Prinzip ist das Gel VIEL besser, da es zusätzlich zu der mikrobiotischen Mischung noch einen gewissen Schutzfilm für die Magendarmschleimhaut bildet.
     
     27.04.2020 
    0 Punkte
     
  •  Miri: 
     
    Nachbericht: Es gab noch einen Flüssigschwupps heute Nachmittag, wahrscheinlich wegen des Gistocal, und weil wir ja am Öl nicht gespart hatten. Mami hat zudem aufgelöste Wiesengras- und Löwenzahnpellets (von Bibo Natur) vond er Ohmi bekommen - erst ganz geschockt, dass sie gefüttert wird - aber sie hat es brav runtergeschluckt. Der eigene Appetit ist noch nicht so ganz da. Das Bäuchlein murrt auch heftig, wenn was in den Magen kommt, aber danach ist es gut. Noch 0,2 ml Metacam und einen Erbsenklecks Lefax für die Nacht. Außerdem nachmittags bei Fütterung 1 noch Antibiotikum (flüssig, Orniflox, verdünnt) und einen Stips Benebac. Jetzt ist sie zumindest total entspannt und ganz normal. Wir wissen nur nicht, woran es liegt, dass sie keinen Appetit hat. Schon seit längerer Zeit dünner wird...
     
     26.04.2020 
    0 Punkte
     
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