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Rattilinchen stabil, aber müde * genervt * usw eben

Hi liebe LeserInnen,

schnell ein Zwischenbericht über Ratinchens Zustand mit einem Foto von gestern ein paar Stunden nach der OP. 

Heute sieht sie schon gepflegter aus, ihre Werte sind stabil (Temperatur mittags noch knapp unter 38, jetzt bei 38 wie üblich (wenn Ohmi misst). Die Wunde ist super schön, trocken und sauber. Leider hatte sie heute Vormittag noch ein bisschen Schnupfen, der sie nervt. Ihr wisst ja, dass die gesamte vierbeinige Gruppe im hohen Norden in die selbst inhäusigen Eiswinde der dortigen Regionen geriet (NRW....) und es Ohmi aufgrund vielfältiger Stressoren und Komplikationen nicht gelang, die Unterbringung anders als durch multiple Raumangebote, gutes Futter und Aufenthalte in der moderater temperierten, natürlichen Umgebung zu verbessern - sie selbst schlief allerdings inmitten der Vierbeiner, in demselben Raum, damit hier niemand denkt, die Adventis wären plötzlich wie Andersartige behandelt worden... zudem stürzten noch Unmengen von giftigem und die Atemluft beschwerenden Radon auf die gesamte MehrbeinerInnen-Gruppe ein... weh weh.

Hoffentlich hat also unser Rattilinchen nicht bleibende Schäden erlitten oder Verschlimmerungen bereits bestehender radoninduzierter Leiden...

Die pathologische Untersuchung des entnommenen Organs ergab zumindest, dass eine Hyperplasie mit umfassender Ansammlung eklig, grauer Flüssigkeit (schleimig) vorlag, an einem Ovarende bildete sich gerade ein winziger Tumor, der beim Palpieren auffällig war - und ihr so vielleicht das Leben gerettet hat !

Mami dagegen, jetzt sehr betrübt, hatte eine viel schlimmer tumoriell verunstaltete Gebärmutter und drei riesige Eierstocktumore. Diese wurden leider nicht palpiert, weil sie wohl zu leicht mit Darminhalten verwechselbar sind. Nur der kalkige Gebärmuttertumor (angeblich selten!) wurde von Dr. Schall getastet, aber als zu klein eingeschätzt, um gefährlich zu sein. Möglich ist ja auch, dass die Radon/Blei-allgemein- Schäden Hoppel auch einen spezifischen Lungentumor (oben rechts, wo der Zahn lag) und dessen Darmmetastasen verschafft haben. 

Auf jeden Fall war Hoppilinas Lage zum bitteren Ende rundum fürchterlich, wie das Röntgenbild auch noch besser zeigt, als wir bisher wussten. Der Gebärmutterbereich ist fast amorph - das ergibt sich bei einer Hydrometra, wenn die Gebärmutter sich nicht mehr vom Darm unterscheidet, weil sie so breiig gefüllt ist. Die Flüssigkeit im Darmabschnitt könnte darauf hinweisen, dass Hoppels Duodenum nicht mehr funktionierte, auch durch die verdrängende Gebärmutter und die Darmmotilität dadurch extrem eingeschränkt war.

Und das, während man der Ohmi erzählte, bei Hoppel wäre alles ideal! Mit der Gebärmutter wäre nichts oder nichts Schlimmes.

Sie meint jetzt, auch das Buch von Ewringmann sei dafür verantwortlich, da das Thema Gebärmutterveränderung dort nicht mal in einem eigenen Kapitel erwähnt wird. Dann wird sogar behauptet, es sei selten ! Das ist wohl eher komisch - nicht nur bei uns Adventis gibt es immer wieder medizinischen Kastrationsbedarf und die Versicherung wird wohl wissen, warum sie solche Operationen "auch wenn medizinisch erforderlich" nicht bezahlen will. 

In unseren RöBis haben wir entdeckt, dass der Uterus immer auf der rechten Seite vom Darm zu sehen ist (bei lateraler Aufnahme und Kopf links, heißt also: zwischen MagenLeberDarm und Popo. Bei den Männchen ist dort mehr oder weniger nichts oder nur die Blase. Den Uterus sieht man im gesunden Fall als klaren Schatten aus leicht aufgehellten Linien. Bei leichten Verdickungen geben sich dort auch diese veränderten Formen als helle Linien zu erkennen. Ein schönes Beispiel haben wir in dem Fall von Flummiline. 

Wenn auf der rechten Seite Gebärmutter und Darm miteinander vermengt sichtbar sind, ist also schon Alarm angesagt. Die körnig gefüllten Strukturen sind dann in der Regel Darm - die mit Luft oder Flüssigkeit gefüllten Strukturen (dunkel, einheitlich) oder Nuss- ähnliche Formen sind dann die noch erkennbaren, übermäßig großen und ja eventuell vereiterten Gebärmutter- Ovarstrukturen, die schnellstmöglich entfernt werden sollten.  

Vergleicht selbst mal Röntgenaufnahmen von Buben-Kaninchen mit denen von Hasi-Mädels! Ihr werdet sehen: rechts zwischen Darm und Po(innenseite ;) ) ist im gesunden Fall so gut wie nichts, im mehr oder weniger gesunden Fall viel und vor allem auch Eierstöcke und Gebärmutter! 

Im Illysischen Wald erstellen wir gerade Übersichten mit passenden Röbis. 

Aber davor müssen wir noch Rattilinchen weiter die Daumen drücken. 

Sie ist nämlich zwar stabil auch dahingehend, dass sie nicht nur zulässt, dass Ohmi Pelltmotsche, Instantbrei und Bananenshakes (natürlich nur Frucht und etwas Wasser)  in sie hineinfüttert, sondern auch hinten (Poaußenseite) wieder was herauskommen lässt, Vorzeigbares! Also eigentlich alles in Ordnung. Alle zwei Stunden 10 Milliliter, jetzt am Nachmittag haben wir die Abstände vergrößert, weil sie bereits köttelt und stabilisiert ist. Ihr versteht, warum Ohmi TOTAL K.O. ist? 

Hasikrankenpflege ohne Corona-Auszeit! 

Also deshalb Daumen drücken, dass unser Schwesterchen Ratimaus nicht noch sonst irgendwo in ihrem schönen Häsinnenkörper Krebs versteckt hat.... 

der Schnupfen (mehr so ein Drucksen) ist auf jeden Fall schon mal weg....

Aber sie will immer noch nicht ihre Papayawürfel futtern,also selbstständig essen. Und ich bin ja Engelin, kann also eigentlich nicht mehr. Aber vielleicht....schwirr schwirr .... hallo Rattilinchen, streichel, schnüffel.... oh fühlst du dich wohltemperiert an.... sag mal, dürfte ich vielleicht gerade einen Papayawürfel von...- Rati klimpert lieb und zustimmend mit ihren großen Augen - Danke schön, Schwesterherz :D yummie yummie.... Also irgendwie hatte ich nie Appetitprobleme nach meinen OPs, ich, die Miri, obwohl die OPs alle fürchterlich waren... aber das wisst ihr ja. 

Also jetzt lieb an Rattilinchen denken und Pfötchen drücken. Ohren steifhalten oder zumindest zur Seite wegstrecken (wenn nach oben nicht geht). Also Druck machen eben. So jetzt muss ich noch mein Pulver für den Bleib-Erstmal-Irdisch-Mix von den Weisen Häsinnen in Rattilinas Futterschüsselchen verteilen.... rühr rühr....

Alles gut. Jetzt kann Rati wieder zur Ohmi, kuscheln und futtern...

Dann später treffen wir uns alle beim Fernsehen. 

Und bald berichtet dann endlich meine Mami von ihren ersten Erfahrungen hier im Illysischen Wald

Viel Spaß und alles Gute

LOVE

die Miri 

Miri 11.07.2020 0 76
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