Klopfer Ansicht

Weihnachtliche Nachrichten * Kaninchenglück im Nachbarwald *

innocent Leise hoppelt der Has, sanft schneit's um seine Nas, ist ihm auch kalt an dem Ohr, schaut er doch aus der Baue hervor...

Meine lieben Leserinnen und Leser, 

wie ein Wunder kommt es mir vor, dem Engelchen Miri, das sich ja nun bestens mit wundersamen Umtrieben im Überirdischen auskennt, und der Omi, die heute von ihrer Personenwaage und üppig vorhandenen Futterresten zu einem Spaziergang und kleinem Jogg verlockt wurde. Sobald sie den von leichtem Schneefall schön geweißten Wald betreten hatte, hüpfte ich, ihr unvergessliches Mirchen, ihr in meiner gegenwärtigen Gestalt als Kaninchenengel auf den Kopf, so in etwa, wie ich es auch als lebendiges Kaninchen getan hätte, jetzt drei-dreiviertel Jahre alt und topp-trainiert... Dort erhob ich mich auf die Hinterbeinchen und nahm aus den Baumwipfeln, wo meine illysische Freundin Helia als kleine Lichterscheinung auf uns wartete, eine voluminöse Laubrolle entgegen, die ich feierlich öffnete und verlas! Die illysischen Wildkaninchen aus dem Wald, den wir durchschritten, beglückwünschten und weihnachtsbewünschten alle Kaninchen, die noch in dem Wald lebten, gratulierten zu ihren wunderbaren Leistungen und versprachen, sobald wie möglich zurückzukehren ! Nach Verlesung rollte ich das Laub wieder zusammen und warf die Rolle hoch in die Luft, wo sich alle Blätter verteilten und von unserem Lichtblitz Helia durcheinandergewirbelt wurden. Om war natürlich verwirrt ! Warum um Artemis' Willen sollten die WIldkaninchen zurückkommen wollen ? Ich hüpfte beseelt und happy wie einstmals Judy Hopps nach Verleihung des Akademiepreises um Omi herum, machte neben ihr kleine Sprints und Hakenschläge, düste durch den Schnee und putzte mir dann wieder geruhsam die Nase, wie eben ein glückliches Sportkaninchen beim Durchhoppeln des ersten Schnees. Omi stapfte durch den Wald zu der kleinen Ecke, an der zuletzt nach der Verschüttung der Wildkaninchenbaue im Frühjahr noch Fußspuren von meinen vierbeinigen Artverwandten gesehen worden waren. Auch von dort waren sie verscheucht und ferngehalten worden, mit Drahtgeflecht und sperrigen Tannenzweigen.....es war auch tatsächlich in dem heute Morgen gefallenen Schnee kein einziges Köddelchen oder ein Pfotenabdruck zu sehen. Omi schüttelte ihren verständnislosen Zweibeinerkopf und verteilte trotzig-betrübt das Futter an der versteckten Ecke zwischen Wald und Lichtung. Aber ihr kennt Omi....dass die Wildkaninchen im Hartwald wirklich ausgestorben sein sollten, war zu schrecklich. Und mit unserem Futter nur Mäuse zu ernähren, zu ineffizient. Also stapften wir einfach weiter durch den Wald, querfeldein, tagsüber, also ohne schlafende oder futtersuchende  Hasen oder Rehe zu wecken. Auf der Suche nach Spuren....und in Richtung der alten Baue. Mit meiner Hilfe kamen wir auch abseits der üblichen Wege ganz gut durch. Allerdings fanden wir keinen einzigen Hinweis auf ein herumhoppelndes WIldkaninchen ! Nur Rüben und Mais, Winterfutter, das der Förster für die Rehe an einen Feldrand gelegt hatte. Dort dann doch etwas, aber nur seltsam punktuell, das einen kaninischen Fuß spiegeln könnte...ich umschwirrte die Omi und setzte mich rücklings auf ihren Nacken, als sie gebückt zwischen den Tannen Richtung Baue schlich. "Hü hott", trieb ich mein Omi-Pony vorwärts, biss mich in der Mähne fest und klopfte sie mit den Hinterbeinchen zu höherem Tempo an. Omi trabte brav :D Schwupps, waren wir bei der alten Kaninchenbaue. Noch immer keine Spuren. Ein Holzzelt aus Zweigen und Hundepfotenabdrücke. War der geheime Ort jetzt etwa von gefährlichen Störenfrieden besetzt worden ? Dann aufgekratzte Erde. Waren die Kaninchen etwa hier und versuchten, ihre alte Wohnanlage wieder zu besiedeln ? Omi fand es naheliegend, so wie sie uns kannte und vor allem unsere instinktsichere Mami Hoppilina Artemis Adventi...BUMM ! ich machte einen riesigen Satz von Omis Kopf herunter direkt vor sie, auf einen Hügel, mitten zwischen vier Löcher in diesem Hügel - neue Eingänge zu der alten unterirdischen Anlage der wenigen noch lebenden Wildkaninchen im Meringer Hartwald. Unfassbar ! Meine Artverwandten hatten mit der stylischen Kraft und wilden Entschlossenheit überlebenssüchtiger WIld- und Muttertiere ihre Wohnanlage wieder aufgebuddelt und mehrere neue Zugänge geschaffen ! Einer der früheren Eingänge war vielleicht sogar von menschlicher Hand wieder aufgegraben worden, denn die neuen Wände zum eigentlichen Tunnel hin waren sehr steil und glatt angelegt. Hatten vernünftige Menschen den Jungtiermörder ermahnt und bekehrt ? In den offenen Eingängen lagen sogar kleine frisch, grüne Tannezweige und leckeres Laub, wie unser Adventsschmuck im illysischen Wald. Ich hüpfte ausgelassen herum und machte ein paar nur Kaninchenengeln mögliche Loops in der Luft, Pfote in Pfote mit meinem Lieblingsquirl Helia.  Omis Herz schlug höher und endlich konnte ich unser faul gewordenes Pony in Galopp setzen. Omi galoppierte atemlos nach Hause, plünderte die Cashew- etc. Bestände, von meiner irdischen Familie mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet, schnappte sich die Kamera und sprang ins Hopmobil, fotografierte und schwupps - die Lichthoppser sind schon online. Weil es so schön verschneit, aber nicht kalt war, habe ich dann auch noch Rattilina und Benji durch den Garten geschickt und gefilmt. Aber jetzt schaut euch die Fotos an und bewundert meine wilde Verwandtschaft, wie fantastisch sie sich ihren Platz zurückerobert hat !

*Adventlich* 

EURE MIRI 

Miri 16.12.2018 0 200
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